Wurzelkanalbehandlungen (Endodontie)

Eine Wurzelkanalbehandlung wird bei einer Entzündung des Zahnnervs notwendig. Die Erkrankung kann zunächst über einen längeren Zeitraum schmerzfrei und unbemerkt verlaufen. Der Entzündungsherd kann jedoch jederzeit in einen akuten Zustand übergehen, was oftmals mit erheblichen Schmerzen bis hin zu einem eitrigen Abszess mit Zerstörung des umliegenden Kieferknochens führen kann.

Das Ziel einer Wurzelkanalbehandlung ist es, den erkrankten Zahn zu erhalten. Dazu muss das entzündete Gewebe möglichst vollständig aus dem Wurzelkanal entfernt werden. Anschließend wird der Wurzelkanal desinfiziert und bakteriendicht verschlossen.

Bei der „traditionellen“ Wurzelbehandlung werden die Kanäle manuell mit Handinstrumenten aus Stahl aufbereitet. Die Erfolgsaussichten hierfür liegen etwa bei 40% bis 60%. Bei der maschinellen Wurzelbehandlung mit rotierenden Nickel-Titan-Instrumenten steigen die Erfolgsaussichten bis auf 90%. Zusätzlich verkürzt sich die Behandlungszeit.

Eine Wurzelkanalbehandlung ist material- und zeitintensiv und erfordert viel Erfahrung und größte Fachkenntnis. Daher liegen die Kosten für diese aufwändige Behandlung auch höher als die Kosten für eine Zahnentfernung.

Eine erfolgreiche Wurzelkanalbehandlung bietet jedoch den großen Vorteil, dass die eigenen Zähne langfristig erhalten werden. Wenn es gelingt, den Zahn zu erhalten, können Ihnen die deutlich höheren Kosten für eine Brücken- oder Implantatversorgung erspart werden. Zudem sind Verträglichkeit, Stabilität und Gleichgewicht im Mund mit den eigenen Zähnen immer am besten zu gewährleisten.

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